Planung 2019 – Ausblick 2020


2019 / 2020 - Gesundheitsprojekt - Gemeinde Chumnubri (Manaslu Region)

Nahezu ein Drittel der nepalesischen Bevölkerung lebt von weniger als einem Dollar pro Tag. Das Land blickt auf eine lange Historie der Diskriminierung und Ausbeutung zurück, politische Auseinandersetzungen haben zur Vertreibung zehntausender Menschen geführt. Die Müttersterblichkeit in Nepal war in der Vergangenheit eine der höchsten in Asien. Nur wenige Frauen hatten Zugang zu medizinischer Versorgung, den meisten ist ein Krankenhaus weiterhin fremd. Schwangerschaftsbedingte Komplikationen hingegen waren keine Seltenheit und konnten zum Tode von Mutter und Kind führen. Auch wenn heute bereits 58% [1] aller Geburten in Nepal (Jahr 2016) von ausgebildetem Personal begleitet werden, die Müttersterblichkeitsrate auf 0,65% [2] (Jahr 2015) und die Kindersterblichkeitsrate Neugeborener auf 2,78% [3] (Jahr 2017, zum Vergleich 17,63% [4] im Jahr 1970) gesenkt werden konnten sind diese Werte weiterhin in etwa um den Faktor zehn höher als in Deutschland. Darüber hinaus existieren große regionale Unterschiede. Für nepalesische Frauen in abgelegenen Gegenden ist das Leben besonders schwer. Zu Hause zu gebären ist Teil der Kultur und völlig normal, mögliche Schwangerschaftsfolgen den Frauen nicht bewusst. Deshalb planen wir in einer solchen Region die Durchführung eines groß angelegten Bildungs- und Sensibilisierungsprogramms für Frauen und fördern damit die Minimierung des Risikos für Mutter und Kind – vor, während und nach der Geburt. Mangelnde Bildung und Aufklärung, schwere körperliche Arbeit, die Geburt mehrerer Kinder, der Mangel an Nährstoffen und damit verbundene Verdauungsprobleme sowie der fehlende Zugang zu qualifizierten Geburtshelferinnen erhöhen das Risiko einer Gebärmutterabsenkung bzw. eines Gebärmuttervorfalls. Ohne die Ursache zu kennen, Berichten Frauen von Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, schmerzhaftem Geschlechtsverkehr, Beschwerden beim Wasserlassen oder blutigem Harnausfluss. Die meisten jedoch verschweigen und verstecken ihre Symptome, aus falschem Schamgefühl, wie es in deren Kultur seit Jahrhunderten praktiziert und vermittelt wurde. Anhand des geplanten Projektes soll die Situation solcher Frauen durch Aufklärung sowie vorbeugende und Behandlungsmaßnahmen nachhaltig verbessert werden. Innerhalb eines Aufklärungs- und Sensibilisierungsprogrammes in der Gemeinde Chumnubri, welche in der Manaslu-Region liegt, wollen wir vor allem, aber nicht ausschließlich, den Gesundheitszustand gebärfähiger Frauen untersuchen, Daten erheben sowie den Gesundheitszustand der an einer Gebärmutterabsenkung oder einem Gebärmuttervorfall leidenden Frauen verbessern. Die Initiative und Anforderung für das Projekt stammt von dem lokalen Gesundheitsposten in Philim. Die dortigen Verantwortlichen haben uns berichtet, dass vorhandene Behandlungsmethoden nicht genutzt werden, da die Frauen sich Ihrer Erkrankung entweder nicht bewusst sind oder sich deren schämen. Im Rahmen des Projektes sollen die einzelnen Dörfer von ausgebildeten Hebammen besucht und die dortigen Frauen untersucht, aufgeklärt und beraten werden. Darüber hinaus sollen diese Besuche dazu genutzt werden zusätzlich über andere, allgemeine Gesundheitsthemen sinnvoll aufzuklären und den Menschen Hilfestellung zu geben.

(Quellen [1,2,3,4]: www.data.wordbank.org)

Projekt


Gesundheitsprojekt

 

 


Umfang


5 Monate

7 Bezirke

9 Dörfer je Bezirk


Aufwand


20.000 EUR - 30.000 EUR*

 

 


Zeitraum


2019 - 2020

 

 



*Wir planen 2019 mit 14.000 EUR und 2020 mit 6.000 EUR. Die Effektivität und Nachhaltigkeit der Maßnahmen kann erhöht werden, falls mehr als die geplanten finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

2019 / 2020 - Nyima Educational Foundation School in Pokhara

 

Benachteiligten Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen ist die Vision von Mukhya Gurung, mit dem wir seit 2015 befreundet sind. Der buddhistische Meister hat deshalb mit der Nyima Educational Foundation bereits 2014 begonnen am Fuße des Klosters Manepani Gumba in Pokhara eine Schule zu bauen. Durch das Erdbeben im Jahr 2015 und die Verknappung von Baumaterialien hat sich die Fertigstellung der Schule immer wieder verzögert. Nach der Eröffnung wollen wir durch die anfängliche Finanzierung einer zusätzlichen Lehrkraft und die Bereitstellung von Lehrmaterial unterstützen (2019). Außerdem wollen wir uns um Sponsoren zur Finanzierung erforderlicher Schulmöbel bemühen und in den Folgejahren den Unterricht durch die Bereitstellung moderner Lehrmittel (Computerraum) optimieren. Link: Nyima Educational Foundation auf Facebook

 

Projekt


Bildungsprojekt

 

 


Umfang


1 Lehrkraft

Schulmaterial

Computerraum


Aufwand


1.250 EUR (2019)

2.500 EUR (2020)

5.000 EUR (Möbel)


Zeitraum


2019 - 2020

 

 



Aktualisierung Shree Nawa Jyoti Secondary School (Gorkha, Nepal)

Die Schule wurde im November 2017 mit einem Computerraum ausgestattet und die Lehrkräfte geschult. Ausführlicher Projektbericht: https://www.menschen-im-dialog.de/shreenawajyotisecondaryschool

Die Schule baut aktuell neue, erdbebensichere Gebäude, die unter anderem ein Labor und einen neuen Computerraum beherbergen. Im Rahmen des Umzuges soll der Computerraum um weitere 6 Geräte ergänzt sowie auf einen aktuelleren Stand gebracht werden (Windows 10, Office 2016). Zusätzlich ist die Implementierung eines Servers sowie die Vernetzung der Geräte geplant, um weiteren Zugang zu Lerninhalten zu ermöglichen.

Projekt


Bildungsprojekt

 

 


Umfang


6 Notebook-Computer

1 Server + 1 WLAN Router

Update bestehender Computer


Aufwand


1.000 EUR

 

 


Zeitraum


2019

 

 



Kontaktdaten

Menschen im Dialog e. V.

Dominikus-Zimmermann-Straße 5

73450 Neresheim

 

Tel.:   07326-3560293

Mail:  menschenimdialog@outlook.de

Helfen

Menschen im Dialog e. V.

VR-Bank Ostalb eG, Aalen

DE57 6149 0150 0402 0860 07

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